Antrag: Zukunft ermöglichen – Klimaschutz an Schulen voranbringen
Wahlperiode: 2022/2023 | Region: Tempelhof-Mariendorf
angenommen
Das Kinder- und Jugendparlament möge beschließen,
dass die Schulen des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg unter besonderer Beteiligung der Schüler_innen und Lehrkräfte ein Klimaschutzkonzept mit dem Ziel einer Klimaneutralität der Schulen bis spätestens 2035 entwickeln und in der Schulkonferenz beschließen sollen. Der Klima- und Umweltschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Besonders die Schüler_innen von heute würden morgen unter den Folgen misslungener Klimapolitik leiden. Doch so weit muss es gar nicht kommen. Deshalb gilt: jeder Beitrag zum Klimaschutz zählt! Die Schulen sind eine Stelle, an der sowohl viel Energie verbraucht wird, was auch alles andere als billig ist, als auch eine, an der die Generation von morgen grundlegende Fähigkeiten für ihr Leben erlernen soll, zu denen laut §3 (3) 6. SchulG auch die Fähigkeit „ein Verständnis für Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels sowie die notwendigen Anpassungen an dessen Folgen zu entwickeln, Maßnahmen zum Klimaschutz zu erfahren und die eigenständige und verantwortungsbewusste Umsetzung solcher Maßnahmen im Alltag zu erlernen“ gehört. Es ist also erkenntlich, dass auch die Schulen beim Klimaschutz einen aktiven Beitrag leisten sollten. Eingedenk des Faktes, dass an vielen Schulen selbst einfachste Mittel zum Klima- und Umweltschutz, wie zum Beispiel die in Deutschland bereits, seit ich denken kann, übliche Mülltrennung nicht durchgeführt wird, wird deutlich, dass viele Schulen hier noch einmal einen deutlichen Fortschritt bräuchten. Klar ist hier auch, dass jeder Tag, an dem immer noch kein Fortschritt beim Klimaschutz getan wird, ein vergeudeter Tag ist. Und auch wenn in der Bundespolitik die ganz großen Würfe gelingen, kommt es doch immer noch auf die kleinteiligen Entscheidungen, auf die Umsetzung des Klimaschutzes auf jeder gesellschaftlichen Ebene, an. Daher kann auch ein verpflichtendes Klimaschutzkonzept für Schulen auf Bezirksebene ein guter und wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein und am Ende einen zwar klein scheinenden, aber dennoch wertvollen Unterschied machen. Dieses Klimaschutzkonzept soll eine Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 vorsehen, da unter anderem eine Studie des Wuppertal Instituts von 2020 aussagt, dass Deutschland zur Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles aus dem Pariser Abkommen von 2015 bis 2035 klimaneutral sein sollte. Und nicht zuletzt zum Erreichen der im Obigen zitierten Erziehungsziele aus dem SchulG des Landes Berlin ist es hier auch notwendig, besonders Schüler_innen mit einzubinden, damit diese den Prozess bis zur Klimaneutralität aktiv miterleben und mitgestalten können. Auch ist es notwendig, Schüler_innen und Lehrkräfte besonders in diesen Prozess miteinzubinden, da insbesondere diese es sind, die im Endeffekt das entstandene Konzept im Schulalltag auch umsetzen müssen. Es ist hier wie im Alltag: man kann die schönsten Gesetze, Verordnungen usw. haben; wenn sich am Ende niemand daran hält, bringt das alles nichts. Es sollte also deutlich werden: der Bezirk kann hier im Klimaschutz voranschreiten und auch seine Schulen auf den Weg zur Klimaneutralität bringen. Diese Chance sollte von allen Parteien, von Politik, Eltern, Lehrkräften und Schüler_innen genutzt werden!
In der BVV:
BERICHT DES BEZIRKSAMTS ANSEHENDrucksache 0593/XXI
Ausschuss Wirtschaft
Status Antwort Bezirksamt - Die Antwort des Bezirksamts (Mitteilung zur Kenntnisnahme) liegt vor. Der Antragsprozess ist damit abgeschlossen. Was aus dem Antrag geworden ist könnt ihr in der Antwort nachlesen.
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