Antrag: Renovierung/Sanierung der Sanitäranlagen in der Johanna-Eck-Schule (ISS)
Wahlperiode: 2021/2022 | Region: Tempelhof-Mariendorf
angenommen
Das Kinder- und Jugendparlament möge beschließen,
dass die sanitären Anlagen in dem mehr als 100 Jahre alten Gebäude der Johanna-Eck-Schule renoviert - im besten Fall sogar saniert - werden. Schon der Vorraum der Schülertoilette in der 1. Etage ist, mit seinem alten Handwaschbecken und dem Waschbecken für Kunst, nicht einladend. Letzteres ist nicht nur kaputt, sondern lässt sich offenbar auch nicht mehr säubern. Der Abschluss vom Handwaschbecken ist ohne Silikon. Es ist schwarz, keimig und einfach abstoßend. Die Armaturen (Wasserhähne) stehen in keinem Verhältnis zum Waschbecken; sie sind zu hoch angebracht und stark verkalkt und nicht mehr zeitgemäß. Außerdem fließt nur kaltes Wasser. Einhebelmischer bzw. sensorgesteuerte Armaturen wären effizienter. Flüssige Seife - sofern welche vorhanden ist -, befindet sich ebenfalls in einem alten, unansehnlichen Seifenspender, der sich abseits des Waschbeckens und auch viel zu hoch angebracht befindet. Hier könnte eine Gefahr für die Augen bei Benutzung ausgehen. Einen Spiegel sucht man vergebens. Die ehemals hellen Fugen der Wandfliesen sind inzwischen unansehnlich grau bis schwarz. Außerdem sind sämtliche Fliesen angebohrt. Augenscheinlich wurde eine Heizungsleitung durch die Wand in den Vorraum der Toilettenräume nachträglich verlegt. Dabei hat man die abgestemmten Fliesen nicht mehr erneuert. Kommt man von dem Vorraum in den Toilettenraum steht man beispielsweise im 1. Stockwerk vor vier Mädchentoiletten. Diese steht in keinem Verhältnis zu der Anzahl der Schülerinnen. Hier fällt als erstes auf, dass die Toilettentüren sich nach innen öffnen lassen. Im Falle einer Personenbergung ließe sich die Tür nur schwer öffnen und die mögliche Rettung würde unnötig erschwert. Die einzelnen Toilettenkabinen sind durch einen Türknauf zwar absperrbar, lassen sich jedoch nur schwer öffnen. Das „Gesamtpaket“ der Toilette ist einfach nur katastrophal: Die alten WCs sind hartnäckig durch Urin verunreinigt und lassen sich auch mit regelmäßiger Pflege nicht mehr anständig säubern. Die Spülung ist laut, die Rohre sind alt. Der Wasserverbrauch und die Kosten könnten durch eine Erneuerung und moderne Toilettenspülung deutlich gesenkt werden. Ehemals vorhandene Toilettendeckel fehlen. Alte, unansehnliche Toilettenbürsten und Hygienebehälter stehen am Boden und sind nicht an der Wand befestigt. Zu einer modernen Schule gehört – gerade für Mädchen – die Bereitstellung von Hygienemitteln (gerne auch als Dispenser gegen eine Gebühr) im Toilettenraum. Vorhandene Toilettenpapierhalter befinden sich neben der Spülung, also im Rückenbereich und sind meist nicht mit Toilettenpapier bestückt. Hier sollten beispielsweise Toilettenpapierspender in praktischer Reichweite angebracht werden. Die Kabinen sind eng und lassen keine Bewegungsfreiheit zu. Die Wände sind durch ihr Alter abgenutzt und können einen Neuanstrich gebrauchen, die Fliesen-/Bodenfugen sind dreckig und lassen sich nicht mehr reinigen. Des Weiteren sollte über eine Erneuerung der Abflüsse (> Gerüche durch alte Rohre) und der Elektrik nachgedacht werden, da auch die Toilettenräume nicht ideal ausgeleuchtet sind. Alle weiteren, auch die Jungentoiletten im Schulgebäude der Johanna-Eck-Schule befinden sich im gleichen, teilweise noch desolateren Zustand. Der Antrag auf Renovierung/Sanierung ist nicht auf Vandalismus zurückzuführen, sondern ist dem Alter der Sanitäranlage geschuldet. Die Toiletten werden hauptsächlich in den Unterrichtspausen aufgesucht. Saubere, hygienische und ansprechend gestaltete WC-Anlagen sind wichtig für die Akzeptanz und Nutzung durch SchülerInnen. Der Zustand, dass MitschülerInnen versuchen beispielsweise über den ganzen Tag nichts zu trinken, um nicht die sanitären Räume aufsuchen zu müssen, muss sich durch den Wohlfühlfaktor „Toilettenrenovierung/-sanierung“ unbedingt verändern. Aus den oben angeführten Gründen halte ich eine Sanierung der Toilettenräume der Johanna-Eckschule für dringend erforderlich und bitte dem Antrag statt zu geben.
In der BVV:
BERICHT DES BEZIRKSAMTS ANSEHENDrucksache 0200/XXI
Ausschuss Facility Management
Status Antwort Bezirksamt - Die Antwort des Bezirksamts (Mitteilung zur Kenntnisnahme) liegt vor. Der Antragsprozess ist damit abgeschlossen. Was aus dem Antrag geworden ist könnt ihr in der Antwort nachlesen.
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